Kreis Jelenia Góra wird zum Riesengebirgskreis

In unserem Partnerkreis Jelenia Góra gibt es nennenswerte Veränderung, der Landkreis wird seit dem 01. Januar 2021 unter dem offiziellen Namen Powiat Karkonoski (zu dt. Riesengebirgskreis) geführt.

Diese Initiative hat seinen Ursprung bei den Bürger_innen des Landkreises und hat bereits vor einigen Jahren Wurzeln schlagen können. Da der Begriff Karkonosze (zu dt. Riesengebirge) bereits im Zusammenhang mit wichtigen Institutionen etabliert war und das Bestreben nach einer eigenen Identität, ebenso wie nach einer klaren Differenzierung von der Stadt Jelenia Góra, immer größer wurde, entschied sich der Landkreis den mühsamen und anhaltenden Prozess der Namensänderung anzugehen. Besonders da die Namensänderung nicht nur den Wünschen der Bevölkerung nachgehen würde, sondern auch neue Perspektiven der Förderung und Entwicklung für den Landkreis und die Region mit sich bringen würde.

Dieser mühsame Prozess begann im September 2019 an und fing mit der Zusammensetzung eines Teams an, welches sich vorerst auf die Analyse der Rechtswege konzentrierte. Nachdem die Rechtsfragen geklärt worden sind, kam es zu dem wichtigsten Schritt in diesem Prozess. Hierbei wurde eine öffentliche Umfrage der Bürger_innen durchgeführt, bei welcher 72% der Bürger_innen sich für die Namensänderung aussprachen. Diese Umfrage wurde am 7 Januar 2020 erfolgreich abgeschlossen und ermöglichte die Einleitung von weiteren Schritten für einen erfolgreichen Abschluss, dazu zählte unter anderem das Behandeln der finanziellen Aspekte der weiteren Vorgehensweise.

Nach einer positiven Rückmeldung des niederschlesischen  Woiwoden, ebenso wie des Ministerrats, hat der Landrat am 27 Februar 2020 einen offiziellen Antrag an den Minister für Inneres und Verwaltung gestellt. Dieser Antrag wurde am 29 Juli 2020 vom Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki unterschrieben.

Von der Initiative bis hin zum unterschriebenen Antrag verging nahezu ein Jahr, in diesem Zeitraum fanden unzählige Gespräche und Konsultierungen mit einer Vielzahl an Institutionen und Ansprechpartnern statt. Der Prozess gestaltete sich schwieriger und Zeitintensiver als zuvor angenommen, trotz all der Umstände und dem hohen Zeitaufwand ist es dem Kreis gelungen seinen Namen offiziell zu ändern.   Wie der Landrat versichert hat, kam es auf Grund der Namenänderungen zu keinerlei Umständen für die Einwohner_innen und es wurde auf einen Austausch von persönlichen Dokumenten, wie Führerschein und Personalausweise verzichtet.